Profil

djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.


Der 
djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. ist ein landesweit tätiger, freiheitlich demokratischer, unkonfessioneller und überparteilicher Jugendverband.

Die interkulturelle Kinder- und Jugendarbeit als auch die Förderung und Qualifizierung ehrenamtlichen Engagements sind die zentralen Tätigkeitsschwerpunkte des djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen-Anhalt e.V..

Durch unsere Arbeit möchten wir zu einem gleichberechtigten, toleranten und solidarischen Zusammenleben in kultureller Vielfalt beitragen.

In Form von außerschulischer Bildungs-, Kultur- und Integrationsarbeit möchten wir junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zur gesellschaftlichen Teilhabe motivieren. Wir wollen sie darin bestärken kritisch zu denken und eigene Wünsche sowie Forderungen zu formulieren. Schließlich möchten wir junge Menschen dazu ermutigen Verantwortung zu übernehmen und eigenen Ideen und Ziele umzusetzen.

Mit unserer Internationalen Jugendarbeit wollen wir zur Verständigung zwischen jungen Menschen über Ländergrenzen hinweg beitragen, um somit für demokratische Werte, Toleranz und Diversität in ganz Europa einzustehen.




Junge Geflüchtete in Deutschland


Die djo-Deutsche Jugend in Europa wurde 1951 als Deutsche Jugend des Ostens gegr
ündet. Der Verband half Kindern und Jugendlichen, die als Folge des Zweiten Weltkriegs als Vertriebene und Geflüchtete ihre Heimat verloren hatten, sich in die westdeutsche Gesellschaft einzuleben, ihre Kriegserlebnisse zu verarbeiten, ihre kulturelle Identität zu bewahren und ihre jugendpolitischen Ziele durchzusetzen. Auch heute setzen wir, der djo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachen-Anhalt e.V., uns für die sozialen, politischen und kulturellen Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen ein. 

Junge Menschen, die heute nach Deutschland geflüchtet sind, haben mitunter dramatische und traumatische Erfahrungen hinter sich. Angekommen in Deutschland brauchen sie ein Gefühl von Sicherheit, um diese Erfahrungen verarbeiten und in eine sichere Zukunft blicken zu können. Wir fordern deshalb die Legalisierung der hier „illegal“ lebenden Kinder und Jugendlichen, die Abschaffung von Kettenduldungen und die Ermöglichung einer konkreten Bleibeperspektive durch eine schnelle Fallbearbeitung. 

Kinder und Jugendliche müssen zudem auch in den Regelungen des Aufenthalts- und Asylrechts als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen werden. Aufenthaltsrechtliche Verfahren sind meistens auf die Eltern konzentriert und die Regelungen des Aufenthalts- und Asylverfahrensrecht stehen im Widerspruch zur UN-Kinderrechtskonvention. Das Kindeswohl muss hier Vorrang haben. Wir fordern, dass Integrationsbemühungen (wie Sprachkenntnisse, ehrenamtliches Engagement, begonnene Ausbildungen, Arbeitsverhältnisse, Fürsprache des sozialen Umfeldes etc.) der Kinder und Jugendlichen im Asylverfahren berücksichtigt werden. 

Um selbstbestimmte Perspektiven für die eigene Zukunft zu ermöglichen, brauchen geflüchtete junge Menschen Zugang zu Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten wie Kindertagesstätten, Schule, Ausbildung, Studium etc. Um eine gleichberechtige Teilhabe, Selbstorganisation und persönliche Entwicklung zu fördern, ssen jungen Geflüchteten die gleichen Rechte wie gleichaltrigen Ansässigen eingeräumt werden – unabhängig ihres Aufenthaltsstatus. Das SGB VIII soll dazu weiterhin uneingeschränkt auch für junge Geflüchtete gelten. 

Der djo-Deutsche Jugend in EuropaLandesverband Sachsen-Anhalt e.V. möchte nicht nur die Willkommenskultur fördern, sondern vor allem junge Geflüchtete in ihrem Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung stärken.



Jugendarbeit weltweit für alle


Gefl
üchtete junge Menschen müssen berücksichtigt werden! Die Beteiligung von jungen Menschen mit Fluchterfahrung am nationalen und internationalen Austausch und insbesondere die dafür notwendige finanzielle Unterstützung muss vollumfänglich ermöglicht werden.Alle Menschen sollen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus im In- und Ausland reisen dürfen. Um das zu erreichen fordern wir, diedjo-Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachen-Anhalt e.V., dievollständige Abschaffung der Residenzpflicht sowie die Möglichkeit, unabhängig des Aufenthaltsstatus der Teilnehmenden als Jugendgruppe im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe im In- und Ausland zu reisen.

Visabarrieren müssen abgebaut und beseitigt werden! Komplexe Vergabepraktiken stellen Jugendgruppen vor erhebliche Herausforderungen im Austausch. r den Internationalen Jugendaustausch fordern wir den Verzicht auf Bearbeitungsgebühren im Visaantragsverfahren und vereinfachte Verfahren zur Beantragung von Gruppenvisa ohne die Notwendigkeit einer persönlichen Vorsprache aller Teilnehmenden.