2008

Pressemitteilung: Jugendmigrantenorganisationen fordern mehr Gleichberechtigung

"Eingemischt-Mitgemischt" - das war das Thema des jugendpolitischen Symposiums, das am vergangenen Wochenende (13.12.2008) in den Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) stattfand. Rund 40 Jugendliche haben die Chance genutzt, mit Vertretern aus der Migrations- und Jugendpolitik das Thema "Partizipation und Gleichberechtigung von Jugendmigrantenorganisationen" zu diskutieren. Rede und Antwort standen Herr Dr. Christoph Bergner (Aussiedlerbeauftragter der Bundesregierung), Herr Karamba Diaby (Stellvertretender Vorsitzender des Bundesausländerrates) und Herr Thomas Hoffmann (Bundesvorsitzender und Geschäftsführer der djo-Deutsche Jugend in Europa, Bundesverband e.V.).


Die djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. bot allen Interessierten im Rahmen von vorbereitenden Workshops die Möglichkeit, mit Informationsmaterial versorgt zu werden, umfangreiches Wissen in einem Themengebiet zu erlangen und sich so auf das Symposium vorzubereiten. Ziel war es, in gemeinsamen Workshops im Austausch mit anderen Jugendlichen, Wünsche, Vorstellungen und Forderungen an die Politik und Jugendverbandsarbeit zu formulieren.

Der Migrantenjugendklub "Impuls" aus Merseburg lies sich dafür etwas Besonderes einfallen. Mittels eines Theaterstückes präsentierten die jungen Schauspieler den Teilnehmern der Diskussionsrunde und den Zuschauern den Alltag ihres Jugendklubs. Darin kamen die immer wieder kehrenden Probleme bei der Suche nach geeigneten Räumen für ihre Proben und Treffen sowie die schwierige finanzielle Lage des Jugendklubs zum Ausdruck. Gleichzeitig konnten die Gäste einen Eindruck gewinnen, wie bedeutsam gemeinsame Aktivitäten für junge Zuwanderer sind. Gerade für Jugendliche, die noch mit Sprachproblemen kämpfen, bilden die regelmäßigen Treffen den ersehnten Ausgleich und einen ersten Schritt zur Integration. Leider werden Migrantenjugendorganisationen von der Öffentlichkeit noch zu wenig wahrgenommen. Im anschließenden Gespräch mit den Entscheidungsträgern wurde diskutiert, wie die Forderungen umgesetzt werden können. Ein wichtiger Themenpunkt war dabei die Einbeziehung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in das neu gegründete landesweite Netzwerk der Migrantenorganisationen.


Im Namen aller Teilnehmenden bedanken wir uns bei den politischen Vertretern für ihr Kommen und die interessante Diskussion. Die Durchführung des Jugendsymposiums konnte mit freundlicher finanzieller Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt durchgeführt werden.

Halle (Saale), 15.12.2008