Science Camp in Ankara 18.-26.7.2015

Naturwissenschaftliche Nachwuchsgewinnung und Kulturaustausch in einem!


Pressemitteilung, Halle: 15 Jugendliche aus Deutschland erkundeten und erforschten gemeinsam mit Jugendlichen aus der Türkei vom 18. bis 26. Juli 2015 naturwissenschaftliche Themen in Ankara. Die djo-Deutsche Jugend in Europa,  Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. und die Deutsch-Türkische Jugendbrücke, eine Initiative der Stiftung Mercator, unterstützten das Vorhaben, das durch die Arbeitsgruppe Didaktik Biologie und Geographie der Martin-Luther-Universität fachlich begleitet wurde.

In Ankara führten die Teilnehmer*innen gemeinsam Workshops durch und nahmen an Exkursionen teil, um Land und Leute kennenzulernen. Unter anderem standen Upcycling und Recycling auf dem Plan. Die Teilnehmer*innen bauten in Teams Fön, Mixer, Staubsauger sowie Raumschiffe und nutzten die Chance, die Funktionsweise der städtischen Müllverwertungsanlage der Millionenmetropole Ankara zu untersuchen.

Kleine Spracheinheiten auf Deutsch und Türkisch und Kulturabende sorgten dafür, dass die Teilnehmer*innen sich über ihre Lebenswelten austauschen konnten. „Sprachlich wurde ansonsten vieles durch kreatives Englisch gelöst“, erklärt der Projektleiter Christian K. schmunzelnd. „Neben dem naturwissenschaftlichen Input für die Teilnehmer*innen war uns auch die Entwicklung von Toleranz und Respekt im Umgang mit der anderen Kultur, der Austausch über Migrationssituationen und die Auseinandersetzung mit verschiedenen Berufsperspektiven wichtig", ergänzt Prof. Dr. Martin Lindner vom Biologie-Institut.

Am Ende der acht Tage gab es einen herzlichen Abschied, aber nur auf kurze Zeit. Denn die Teilnehmer*innen des Science Camps in Ankara treffen sich vom 3.-7.August in Halle zur Rückbegegnung. In Halle werden unterschiedliche Facetten von Bio-Lebensmitteln, Licht- und Windenergie bis hin zu Grünen Aliens behandelt.

Seit sechs Jahren veranstaltet die Arbeitsgruppe von Martin Lindner immer wieder Sommercamps mit Forschungsschwerpunkt. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Interessenorientierung der Teilnehmenden, die ihre eigenen Forschungsfragen zu aktuellen, gesellschaftlich relevanten und naturwissenschaftlichen Phänomenen einbringen und beantworten sollen.  

Die Unterstützung der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke und der djo-Deutsche Jugend in Europa machten es möglich, Interkulturalität und Naturwissenschaft für Jugendliche aus beiden Ländern stärker zusammenzubringen.



Ansprechpartner*innen:

Anne Hafenstein – Jugendbildungsreferentin der djo Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christian Kubat – Projektleiter Science Camp Ankara Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr Informationen zu den Projektträgern unter:

www.djo-sachsen-anhalt.de

www.jugendbruecke.dewww.genclikkoprusu.org


Einführung des VIS gefährdet die Internationale Jugendarbeit

 

In Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der AG Internationales in Sachsen-Anhalt und dem Kinder- und Jugendring LSA e.V. wurde ein gemeinsames Positionspapier entwickelt, dass politische Entscheidungsträger*innen auf die mit der Einführung des Visa-Informationssystems stehenden Schwierigkeiten für die Internationale Jugendarbeit aufmerksam machen soll.

Mit dem Abschluss der Einführung des VIS wird ab Oktober 2015 die Durchführung von internationalen Begegnungen maßgeblich erschwert.

Alle Antragsteller*innen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, müssen ab Oktober 2015 zur Beantragung eines Schengen-Visums persönlich in den jeweiligen Auslandsvertretungen erscheinen, damit ihre biometrischen Daten erfasst werden können. Bisher konnten dritte Personen, wie beispielsweise Gruppenleiter*innen, Lehrer*innen oder Organisator*innen,  die Visa im Vorfeld stellvertretend für die gesamte Gruppe beantragen.

Es ist davon auszugehen, dass ökonomische oder infrastrukturelle teils aber auch politische Situation in den Kooperationsländern die persönliche Beantragung zusätzlich erschweren wird. Hinzu kommen zum Teil große Distanzen zwischen Wohnort und Visa-Service-Agenturen, als auch der personelle und finanzielle Mehraufwand für die persönliche Beantragung. De facto werden so vor allem Kinder- und Jugendliche aus ruralen Gebieten und entlegenden Regionen benachteiligt, als auch jene die aufgrund der finanziellen Situation in der Familie diese Zusatzkosten nicht bewältigen können. Somit gerät der internationale Jugendaustausch  elitär, was im Gegensatz zu den Grundprinzipien selbigens steht.

Die Mitglieder AG Internationales möchte auf diesen Missstand in der Gesetzgebung aufmerksam machen und politische Entscheidungsträger*innen um Unterstützung bitten.

Das ausführliche Schreiben mit allen unterstützenden Trägereinrichtungen kann hier eingesehen werden.

Bei Fragen stehen folgende Personen zur Verfügung:
Nicole Anger, Geschäftsführer*in des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalts e.V. Tel: 0391-535 394 80 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" target="_blank">nicole.anger@kjr-Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" target="_blank">lsa.de.
Anne Hafenstein, Jugendbildungsreferentin der djo Sachsen-Anhalt e.V. Tel: 0345-5484722


Der djo-Bundesverband engagiert sich ebenfalls in diesem Bereich. Hier geht es zur entsprechenden Pressemitteilung.


Ausschreibung Praktikum   – interkulturelle Jugendarbeit mit Flüchtlingen  

 
Die Geschäftsstelle der djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. in Halle schreibt projektgebunden für die Dauer von mind. 3 Monaten ein Praktikum vorrangig für Student*innen der Pädagogik, Sozialen Arbeit, Erziehungswissenschaften oder allgemein der Sozialwissenschaften aus. Der zu vergebene Praktikumsplatz ist im Bereich der interkulturellen, integrativen Jugendbildung angesiedelt. Zielgruppe des geplanten Projektes sind jugendliche Flüchtlinge in Halle. Die Ausschreibung richtet sich vor allem an diejenigen, die parallel zur Ausbildung ein Praktikum absolvieren möchten.

 Kaffee kochen, Weltmeisterschaften im Kopieren? Bei uns garantiert nicht! Wir suchen jemanden, der Lust daran sich im Bereich der Flüchtlingsarbeit pädagogisch einzubringen und sich ausprobieren möchte in einem spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsfeld.

Ausführliche Informationen hier.

Zeitraum: ab September - mind. 3 Monate
Umfang: 10 - 15 h in der Woche / nach Absprache auch mehr möglich.

Bei Rückfragen bitte die Geschäftsstelle unter 0345-5484722 kontaktieren.

Einen eigenen Raum für Mädchen gestalten


Überzeugungskraft und Wille zu Veränderungen:

 Es fiel den zielstrebigen Mädels nicht schwer, der Leitungsebene des „Freizi“ für die Idee zu begeistern, einen Mädchenraum zu gestalten. Am 6. August konnte es also losgehen und am Ende des Tages waren die Wände gestrichen, die Möbelstücke renoviert, lackiert und geschmückt. Die Mädchen konnten sich alle mit ihren Handabdrücken und Unterschriften auf einem Tisch verewigen und diesen in ihren Raum hereintragen.

  

Egal, woher wir kommen: Alle Mädchen können Hammer Ladies sein:

Während des Workshops trafen zwei „Gruppen“ aufeinander. Die Mädchen, die sonst den Jugendtreff besuchten, waren alle Einheimische. Die anderen Mädchen waren zum Anlass des Vorbereitungstreffens anlässlich der Planung des Workshops zum ersten Mal im "Freizi". Diese zweite Gruppe setzte sich aus Mädchen aus arabisch-, kurdisch-, und persisch-sprachigen Familien zusammen.
Die zwei Gruppen vermischten sich sehr schnell und arbeiteten gut zusammen.


 

Das Land der (Ver-)Planer?


Hallo! Meine Hospitation in Deutschland geht weiter, ich bin hier schon mehr als einen Monat. Ja...die Zeit vergeht wirklich schnell! Jetzt möchte ich noch ein paar Eindrücke wiedergeben.


In Deutschland muss man immer etwas planen! Ich habe ein Notizbuch von meiner Leiterin bekommen, um alle meine Termine einzutragen. Es ist wirklich wichtig. Das gehört nicht nur zu Arbeitsbeziehungen, sondern auch zur Freizeit. Zum Beispiel konnte ich in Russland am Abend einen Freund anrufen, dann haben wir uns getroffen und unterhalten. Ganz spontan! Hier geht es nicht! Man muss immer alles im Voraus verabreden. Jetzt habe ich auch die Angewohnheit zu planen.

Aber die meisten Deutschen sind sehr hilfsbereit! Ich habe große Unterstützung erfahren. Meine Freunde haben mir ein Fahrrad gegeben. Man kann damit schnell und pünktlich auf der Arbeit fahren. Außerdem gibt es in Halle viele wunderschöne Parks, mit Schlössern und Felsenformationen, wo man Rad fahren kann. Und ich habe sogar einen PC mit russischer Tastatur bekommen, das ist sehr nett! Und wenn ich mein Weg verloren hätte, zeigte mir jemand immer richtige Richtung!

Und in Deutschland gibt es viele Möglichkeiten zu reisen! Es gibt viele schöne Städte, Flüsse, und Berge. Deutschland ist ein sehr schönes Land. Mit dem Fernbus kann man schnell und preisgünstig fahren. Und es gibt fast immer auch Mitfahrgelegenheiten. Das ist eine sehr gute Art und Weise Deutschland kennenzulernen.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich es wirklich toll finde, im Ausland zu arbeiten. Das ist eine Erfahrung, die kann ich jedem empfehlen. Beim nächsten Mal schreibe ich auch ein bisschen mehr darüber.

Bis bald. Eugen ;-)