Ausschreibung Praktikum   – interkulturelle Jugendarbeit mit Flüchtlingen  

 
Die Geschäftsstelle der djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. in Halle schreibt projektgebunden für die Dauer von mind. 3 Monaten ein Praktikum vorrangig für Student*innen der Pädagogik, Sozialen Arbeit, Erziehungswissenschaften oder allgemein der Sozialwissenschaften aus. Der zu vergebene Praktikumsplatz ist im Bereich der interkulturellen, integrativen Jugendbildung angesiedelt. Zielgruppe des geplanten Projektes sind jugendliche Flüchtlinge in Halle. Die Ausschreibung richtet sich vor allem an diejenigen, die parallel zur Ausbildung ein Praktikum absolvieren möchten.

 Kaffee kochen, Weltmeisterschaften im Kopieren? Bei uns garantiert nicht! Wir suchen jemanden, der Lust daran sich im Bereich der Flüchtlingsarbeit pädagogisch einzubringen und sich ausprobieren möchte in einem spannenden und abwechslungsreichen Arbeitsfeld.

Ausführliche Informationen hier.

Zeitraum: ab September - mind. 3 Monate
Umfang: 10 - 15 h in der Woche / nach Absprache auch mehr möglich.

Bei Rückfragen bitte die Geschäftsstelle unter 0345-5484722 kontaktieren.

Einen eigenen Raum für Mädchen gestalten


Überzeugungskraft und Wille zu Veränderungen:

 Es fiel den zielstrebigen Mädels nicht schwer, der Leitungsebene des „Freizi“ für die Idee zu begeistern, einen Mädchenraum zu gestalten. Am 6. August konnte es also losgehen und am Ende des Tages waren die Wände gestrichen, die Möbelstücke renoviert, lackiert und geschmückt. Die Mädchen konnten sich alle mit ihren Handabdrücken und Unterschriften auf einem Tisch verewigen und diesen in ihren Raum hereintragen.

  

Egal, woher wir kommen: Alle Mädchen können Hammer Ladies sein:

Während des Workshops trafen zwei „Gruppen“ aufeinander. Die Mädchen, die sonst den Jugendtreff besuchten, waren alle Einheimische. Die anderen Mädchen waren zum Anlass des Vorbereitungstreffens anlässlich der Planung des Workshops zum ersten Mal im "Freizi". Diese zweite Gruppe setzte sich aus Mädchen aus arabisch-, kurdisch-, und persisch-sprachigen Familien zusammen.
Die zwei Gruppen vermischten sich sehr schnell und arbeiteten gut zusammen.


 

Das Land der (Ver-)Planer?


Hallo! Meine Hospitation in Deutschland geht weiter, ich bin hier schon mehr als einen Monat. Ja...die Zeit vergeht wirklich schnell! Jetzt möchte ich noch ein paar Eindrücke wiedergeben.


In Deutschland muss man immer etwas planen! Ich habe ein Notizbuch von meiner Leiterin bekommen, um alle meine Termine einzutragen. Es ist wirklich wichtig. Das gehört nicht nur zu Arbeitsbeziehungen, sondern auch zur Freizeit. Zum Beispiel konnte ich in Russland am Abend einen Freund anrufen, dann haben wir uns getroffen und unterhalten. Ganz spontan! Hier geht es nicht! Man muss immer alles im Voraus verabreden. Jetzt habe ich auch die Angewohnheit zu planen.

Aber die meisten Deutschen sind sehr hilfsbereit! Ich habe große Unterstützung erfahren. Meine Freunde haben mir ein Fahrrad gegeben. Man kann damit schnell und pünktlich auf der Arbeit fahren. Außerdem gibt es in Halle viele wunderschöne Parks, mit Schlössern und Felsenformationen, wo man Rad fahren kann. Und ich habe sogar einen PC mit russischer Tastatur bekommen, das ist sehr nett! Und wenn ich mein Weg verloren hätte, zeigte mir jemand immer richtige Richtung!

Und in Deutschland gibt es viele Möglichkeiten zu reisen! Es gibt viele schöne Städte, Flüsse, und Berge. Deutschland ist ein sehr schönes Land. Mit dem Fernbus kann man schnell und preisgünstig fahren. Und es gibt fast immer auch Mitfahrgelegenheiten. Das ist eine sehr gute Art und Weise Deutschland kennenzulernen.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich es wirklich toll finde, im Ausland zu arbeiten. Das ist eine Erfahrung, die kann ich jedem empfehlen. Beim nächsten Mal schreibe ich auch ein bisschen mehr darüber.

Bis bald. Eugen ;-)






Fit in der Jugendarbeit

Besonders die Kinder- und Jugendarbeit profitiert vom ehrenamtlichen Engagement vieler und oftmals ergeben sich aus der praktischen Arbeit viele schöne Momente und Erfahrungen, aber auch eine Reihe von Fragen, Herausforderungen und Problemen. Rechte und Pflichten Jugendarbeit

„ in der Raucherecke tummeln sich Kinder –und Jugendliche…während der Nachmittagsbetreuung konsumieren einige Kinder alkoholische Getränke oder auch Drogen…ständig gibt es Ärger und sogar Handgreiflichkeiten…auf dem Handy wird pornographisches oder gewaltverherrlichendes Material lautstark abgespielt…“

Die zweitägige Maßnahme hat das Ziel mit und an Praxisproblemen der Ehrenamtlichen zu arbeiten. Unsicherheit und mangelnde Erfahrung aber auch fehlende Unterstützung führen gerade bei rechtlichen Aspekten immer wieder auf das Glatteis. Im Workshop erhalten die Ehrenamtlichen die Möglichkeit etwas über ihre Rechte aber auch Pflichten im Umgang mit den zu betreuenden Kindern und Jugendlichen zu erfahren. 

Die kurzen theoretischen Inputs werden durch interaktiven Formen und Methoden aufgegriffen, sodass insbesondere das Erlangen von Handlungssicherheit in „brenzligen Situationen“ eingeübt werden kann. Ziel ist es das Ehrenamt mit Freude und einer gesunden Gelassenheit ausüben zu können.

Wann?      25. und 26.9.2015 (! Freitag und Samstag)
WO?         In Halle/Saale (Ort wird noch bekannt gegeben)


Weitere Infos hier.

Für die Anmeldung einfach eine Mail an info[@]djo-sachsen-anhalt.de oder einen Anruf unter 0345-5484722.




Hospitation in Halle


Hallo! Ich heiße Evgenij und komme aus Russland. Ich mache  eine Hospitation bei der djo, und hier möchte ein bisschen darüber erzählen.

Ich komme aus der russischen Stadt Ufa. Dort arbeite ich als Freiwilliger in einem Russisch- Deutschen Verein. Einmal schlug meine Leiterin mir vor, eine Hospitation in Deutschland zu machen. Ich war sehr erfreut! Ich lerne Deutsch seit fast 2 Jahre, aber war noch nie in Deutschland. Ich bereite alle Unterlagen vor, bekam mein Visum und kaufte die Flugtickets. Natürlich hatte ich viele Fragen, und über den Kontakt mit der einladenden Organisation bekam ich schnell die Antworten.

Am 31. Mai fliege ich endlich nach Halle. Naja...das ist eine sehr schöne Stadt, besonders die Innenstadt! Es gibt viele alte Gebäude, Kirchen und Plätze, die Straßen sind mit Kopfsteinpflaster bedeckt. Man kann viele Stunden  spazieren gehen und wird nicht müde!

Hier wohne ich in WG, mit Leuten aus Bosnien und Georgien. Sie sind sehr nett. Also gibt es hier viele Ausländer, Studenten und Freiwilliger, das ist schön. Und viele Leute können Russisch! Wenn jemand hört, dass ich aus Russland komme, sagen sie unbedingt ein paar Wörter auf Russisch. Außerdem studieren viele Leute an der Uni. Es war für mich wirklich unerwartet!

Und man muss auch erinnern, dass fast alle Geschäften  am Sonntag und am Feiertagen geschlossen sind, und am Samstag nur bis 18. 00 Uhr arbeiten. Das heißt für Wochenenden  soll man früh einkaufen. In Russland ist es ganz anders!

Und Halle ist sehr schöne Stadt für Fahrräder. Überall gibt es Fahrradwege und Parkplätze. Und mit dem Fahrrad fahren spart auch eine Menge Geld – denn die Straßenbahn ist nicht so billig.

Ok, das sind meine ersten Erfahrungen in  Halle, beim nächsten Mal werde ich über meine erste Aufgaben schreiben, dann bis bald!